Zahlreiche kunstinteressierte Besucher fanden sich zur Vernissage der Ausstellung des Schweizer Künstlers David Pflugi am Freitagabend im Museum für historische Maybach-Fahrzeuge ein.
David Pflugis Schaffen ist in die herkömmlichen Kategorien der Kunstwelt schwer einzuordnen: Zu außergewöhnlich und neuartig sind seine erstaunlichen Objekte. Auf den ersten Blick handelt es sich um Skulpturen, auf den zweiten jedoch geben sie erstaunliche Geheimnisse preis – in ihrer Bemalung verbergen sich Zerrbilder, die dem Betrachter je nach Standpunkt plötzlich entgegen springen. Ein erstaunlicher Effekt, den man selbst gesehen haben muss, um ihn zu begreifen.
David Pflugi präsentierte als Höhepunkt der Vernissage am Freitag die Aufführung des Werks „Formensch“, eine wortwörtlich lebendige Skulptur. Menschliche Akteure waren im Relief perfekt integriert und wurden zum Leben erweckt.
Für die Zuschauer war es kaum möglich zu sagen, wo die Grenze zwischen Mensch und Objekt lagen – bis das Werk auf spektakuläre Weise zum Leben erwachte.
Aufgrund des hohen Aufwands wird die Performance nur an ausgewählten Anlässen aufgeführt, und ist daher selten zu sehen. In den letzten zehn Jahren begeisterte sie bereits das Publikum in Städten wie Athen, Berlin, Basel und Frankfurt.
Der Kunstgenuss ist mit der Performance nicht zu Ende: Die Ausstellung dauert noch bis am 22. Dezember 2017.