Sorgte Reizgas für den Vorfall in Glossner´s Bräustübl?

Der Vorfall im Bräustübl der Neumarkter Brauerei Glossner am 13. September ist nach wie vor nicht vollständig geklärt: Gegen 19 Uhr klagten rund 30 Besucher der Lokalität über Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden und verließen daraufhin die Gaststätte mit angrenzendem Biergarten. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sperrte das Areal weiträumig, da zunächst ein Gasaustritt am Gelände vermutet wurde. Die zeitnah durchgeführten Messungen konnten jedoch keine reizenden Substanzen in der Luft feststellen.

Während die Verletzten bereits kurz nach dem Vorfall wieder vollständig genesen waren, herrscht nach wie vor Unklarheit über die Ursachen für deren Beschwerden. Ein technischer Defekt in der Gaststätte bzw. auf dem Areal der Brauerei konnte schnell ausgeschlossen werden. Aktuell halten es die Ermittler für wahrscheinlich, dass es im oder nahe am Lokal zum Austritt von Reizgas kam – einer Substanz, welche teilweise bei der Herstellung von Abwehrsprays verwendet wird.

Dabei kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich um einen Unfall handelt oder der Stoff absichtlich ausgebracht wurde. „Die Neumarkter Glossnerbräu und die Braufamilie Gloßner sind weiterhin beunruhigt über diesen Vorfall“, erklärt Michael Glossner in einer Pressemitteilung, „wir stehen deswegen in intensiven Kontakt mit den Behörden.“ Das Unternehmen bedankte sich für die „perfekte“ Zusammenarbeit der Rettungskräfte und schrieb für sachdienliche Hinweise, welche maßgeblich zur Aufklärung des Vorfalls beitragen, eine Belohnung von 1000 Euro aus.