

Das Preisgericht für den Wettbewerb zur Neu- und Umgestaltung der Haupteinkaufsstraßen hat am Samstag, 22.3.2014 in den Sälen der Residenz erneut getagt und nach dem inzwischen abgeschlossenen Optimierungsverfahren nunmehr seine Entscheidung getroffen.
Der erste Preis geht an das Büro „Levin Monsigny Landschaftsarchitekten“ aus Berlin. Der zweite Preis wird dem Büro „Lohaus + Carl Landschaftsarchitekten und Stadtplaner“ aus Hannover zugesprochen. Dritter wurde das Büro „pp a/s PeschPartner Architekten Stadtplaner“ aus Stuttgart. Zusätzlich wurden Anerkennungen ausgesprochen. Die Arbeiten der siegreichen Büros werden im Rahmen der Ausstellungseröffnung zum Innenstadtwettbewerb am 31.3.2014 um 18 Uhr näher vorgestellt und Oberbürgermeister Thomas Thumann wird dabei die Auszeichnungen an die Preisträger überreichen.
Die Siegerentwürfe sind dann zusammen mit den insgesamt 25 Wettbewerbsbeiträgen im Rahmen einer Ausstellung in der Großen Jurahalle vom 1. bis 8.4.2014 zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung immer Montag bis Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr und Samstag und Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr.
Anschließend wird sich der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung mit den Preisträgerentwürfen befassen und die Kriterien für das notwendige Verhandlungsverfahren zur endgültigen Vergabe festlegen. Als Vorbereitung des Wettbewerbes zur Innenstadt waren viele Schritte und eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorangegangen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung gab es eine Fragebogenaktion, einen Infostand in der Marktstraße, eine Information der Anrainer und eine Ideenwerkstatt. Es fanden zudem Arbeitskreise statt, der Stadtrat und die Öffentlichkeit wurden informiert, in den Fraktionen wurde diskutiert und letztlich wurde dann ein Auslobungsbeschluss im Stadtrat getroffen.
All dies war in die Auslobungsunterlagen für den Wettbewerb mit eingeflossen. Als Fachpreisrichter fungierten Prof. Ingrid Burgstaller, Leitender Baudirektor Rudolf Fröschl, Prof. Ulrich Holzscheiter, Stadtbaumeister Matthias Seemann und Prof. Uta Stock-Gruber. Sachpreisrichter waren neben Oberbürgermeister Thomas Thumann die Stadträte Gertrud Heßlinger, Wolfgang Knychalla und Werner Thumann. Als ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter war Christian Kirchberger und als ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichterin Bürgermeisterin Ruth Dorner mit dabei.
Das Preisgericht hatte erstmals im Januar in der Großen Jurahalle getagt. Die Sitzung des Preisgerichts am 14.1.2014 hatte vorerst kein endgültiges Ergebnis erbracht. Vielmehr hatten die Preisrichter die Chance gesehen, einige Arbeiten der engeren Wahl optimieren zu lassen. Daher war ein Optimierungsverfahren eingeleitet und der Wettbewerb anonym weitergeführt worden, wobei ein Notar die Anonymität der Verfasser gewährleistet hatte.
Vier zur Überarbeitung ausgewählten Verfassern war die Möglichkeit gegeben worden, anhand von Hinweisen der Fach- und Sachpreisrichter ihre Planungen weiter zu bearbeiten und zu optimieren. Diese Vorgehensweise der Optimierung ist im Rahmen von Wettbewerben nichts Ungewöhnliches und führt zu besten Ergebnissen, wie der von der Stadt für die Wettbewerbsdurchführung beauftragte Architekt Reinhard Pfab erläutert hatte. So seien etwa beim Architektenwettbewerb für das seit einem Jahr bestens genutzte Kultur + Kongress Forum in Altötting oder für das Museum der Bayerischen Geschichte im letzten Jahr solche Optimierungsverfahren sehr erfolgreich gelaufen und hätten zu herausragenden Ergebnissen geführt.
