Hubschrauberabsturz am Wolfstein Neumarkt

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Pünktlich um 16.00 Uhr ging die Alarmmeldung über den simulierten Hubschrauberabsturz am Wolfstein Neumarkt an alle Neumarkter Einsatzkräfte raus. Unter dem Motto „Miteinander statt Nebeneinander“ veranstalteten der Rettungshundezug Oberpfalz e.V. und die Rettungshundestaffel Isar Ost e.V. eine große Einsatzübung mit den im Katastrophenschutz des Landkreises Neumarkt integrierten Rettungskräften.

Auch die Neumarkter Bevölkerung hatte die Möglichkeit, diese Rettungsübung auf dem Wolfstein zu beobachten, nahm das auch zahlreich an und konnte sich so hautnah ein Bild von der Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsverbände in Neumarkt machen.

Viele Bilder in unserer Bildergalerie…

Erster am Absturzort war die Neumarkter Feuerwehr, die sofort mit der Brandsicherung des abgestürzten Hubschraubers begann.

Kurz danach trafen BRK und Notarzt ein. Die medizinische Erstversorgung der beiden Piloten wurde noch im Cockpit durchgeführt, ehe beide Piloten mit vereinten Kräften aus dem Hubschrauber geborgen wurden. Zwischenzeitlich räumte das THW mehrere Baumstämme von der Straße, die den Rettungskräften die Zufahrt versperrten.

Nächstes Szenario war ein bei einem Schulausflug verunglückter Lehrer im Burggraben der Burg Wolfstein. Hier kam dann erstmals ein Rettungshund der Rettungshundestaffel zum Einsatz, der den verletzt am Boden Liegenden aufspüren musste. Die Erstversorgung erfolgte hier durch einen Arzt der Neumarkter Bergwacht, der sich von der Burgbrücke in den Burggraben abseilen musste.

Zur endgültigen Bergung wurde die Neumarkter Feuerwehr mit ihrem neuen Leiterwagen alarmiert. Die Drehleiter wurde über den Burggraben geschwenkt und der unter der Leiter eingehängte Höhenretter wurde zusammen mit der Rettungsbahre in den Burggraben abgelassen.

Kurze Zeit später konnte der abgestürzte Lehrer dann in der „Krankenstation“, die sich rund 200 Meter unterhalb des Wolfstein befand, aufgenommen werden. Hier wurde durch den anwesenden Arzt der medizinische Zustand diagnostiziert, bevor es per simulierten Rettungshubschraubertransport weiter in die Klinik ging.

Im weiteren Verlauf der Übung waren die Rettungshundeteams damit beschäftigt, die Schüler des abgestürzten Lehrers im Großraum bis Pelchenhofen mit ihren Hunden aufzuspüren und in die Krankenstation zu bringen. Leider erschloss sich die Arbeit der Rettungshundestaffel den anwesenden Zuschauern doch nur sehr eingeschränkt, da der Aktionsradius der Rettungshundeteams sehr großflächig war.

Insgesamt waren rund 140 Rettungskräfte im Einsatz, bestehend aus BRK Kreisverband Neumarkt, THW Neumarkt, FFW Neumarkt, Bergwacht Neumarkt und etlichen Rettungshundeteams aus ganz Deutschland, Österreich und sogar einem Team aus Frankreich.

Die Großübung in Neumarkt war der Höhepunkt des Workshop für Rettungshundeteams, vom 22.05.08 bis 25.05.08. Bereits am Freitag konnten die Rettungshundeteams auch Gebäudesuchen im Übungsdorf der amerikanischen Streitkräfte in Hohenfels trainieren.

Die amerikanischen Streitkräfte Hohenfels stellen auch den Übungshubschrauber für die Übung am Wolfstein zur Verfügung, der als Sponsoring von der Firma Max Bögl transportiert wurde.

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