2. Mondscheinseminar der Rettungshundestaffel in Neumarkt

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Die Rettungshundestaffel Ostbayern war am vergangenen Wochenende bereits zum zweiten Mal Gast in Neumarkt. Dreh- und Angelpunkt der diesjährigen Übung war diesmal der Wolfsteinberg. Direkt neben dem Parkplatz befand sich die Einsatzleitung der Rettungshundestaffel unter der Leitung von Rettungshundeführer Joachim Schmidt. Ein weiterer großer Schauplatz der nächtlichen Übung war der nahe gelegene „Krähentisch“.

Simuliert wurde ein schweres Busunglück beim „Brunnenhäusl“. Neunzehn unter Schock stehende Busreisende irrten ziellos in absoluter Finsternis im Wald umher. Für die Rettungshundeführer galt es, die Vermissten so schnell wie möglich zu finden, um ihnen entsprechende Hilfe zu leisten. Die durch die Rettungshundestaffel abzusuchende Fläche erstreckte sich bis Pelchenhofen. Die „Vermissten“ wurden übrigens von der Feuerwehr Neumarkt gestellt.

Bei der ersten Einsatzbesprechung gegen 22.00 Uhr wurden die Suchteams mit dem ihnen noch unbekannten Suchgebiet vertraut gemacht. Kurz danach machten sich die 26 bundesweit angereisten Hundeführer auf den Weg in ihr jeweiliges Einsatzgebiet. Ein Suchhund erbringt nach einer zwei bis dreijährigen Ausbildung im Durchschnitt dieselbe Leistung wie 150-200 menschliche Suchkräfte, erläuterte Ausbilderin Karin Manner den anwesenden Gästen unter denen sich auch Oberbürgermeister Thomas Thumann und sein Sohn Marcel befanden.

Höhepunkt der nächtlichen Übung war das Abseilen von Rettungshundeführern zusammen mit dem Rettungshund am „Krähentisch“. Fachkundig unterstützt wurde die Abseilübung von der Neumarkter Bergwacht. Hier zeigte sich auch, dass die teilnehmenden Hunde hundertprozentiges Vertrauen zu ihren Hundeführern haben. Geduldig ließen sie sich ein spezielles Abseilgeschirr für Hunde anlegen, mit dem sie dann auf dem Rücken des jeweiligen Hundeführers geschnallt wurden. Und schon verschwanden Hundeführer und Hund über die Hangkante.

Die nächtliche Übung, die hauptsächlich dem Erfahrungsaustausch der Hundestaffeln dient, dauerte noch bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags. Maßgeblich in ihrer Arbeit unterstützt wurden die Rettungshundestaffeln auch von der Stadt Neumarkt, der Neumarkter Feuerwehr, der Bergwacht, dem BRK, dem Arbeiter Samariter Bund und den Maltesern.

Übrigens, Rettungshundeführer sind zu 75% weiblich!

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