Dass das Interesse der Neumarkter an Architektour ständig wächst, zeigt schon der regelmäßig schnell ausgebuchte Architektourbus im Frühjahr und Herbst.
Zusätzlich finden aber jährlich die bayernweiten „Architektouren“ statt. Im Rahmen der „Architektouren 2008“ präsentierte deshalb Johannes Berschneider als Mitglied der bayerischen Architektenkammer am vergangenen Wochenende drei sonst teilweise verschlossene Bauobjekte aus Neumarkt.
Unter anderem stand das „Wohnhaus Götz“ auf der Liste der zu besichtigenden Objekte. Und wer schnüffelt nicht gerne mal in anderer Leutes Wohnzimmer? Das zeigten auch die zahlreichen Besucher vor dem „Wohnhaus Götz“, die sich am Sonntag vormittag gegen 11.00 Uhr dort versammelten. Nach den obligatorischen Begrüßungsworten erläuterte Johannes Berschneider ausführlich die bauliche Details des Neubaus, der sich harmonisch und unauffällig in das Siedlungsumfeld aus den fünfziger Jahren einfügt.
Auf einer Grundstücksfläche von knapp 530qm entstand ein kompaktes Wohnhaus mit einer Wohnfläche von 145 qm auf zwei Etagen. Das Erdgeschoß beherbergt das großzügige Wohnzimmer mit integrierter Wohnküche, im Obergeschoß sind Schlafzimmer, Bad und Kinderzimmer zu finden.
Der bewußte Verzicht auf das Kellergeschoß tat sein übriges, um die Baukosten niedrig zu halten. Besonders auffällig ist der im Erdgeschoß durchgängig vorhandene mineralische Spachtelboden. Belastbar und anspruchslos in der Pflege setzt er trotzdem durch seine natürliche Struktur einen markanten optischen Akzent.
Noch auf der Liste der zu besichtigenden Bauobjekte standen die Pfleiderer – Villa direkt neben dem modernen Bürogebäude der Pfleiderer AG und das Bürogebäude der Firma Rupprecht aus Stauf.
