Ein Erlebnisbericht von Anett Wernig. Nach fünf langen Monaten Wartezeit konnte ich am 9. Oktober endlich mein Geburtstagsgeschenk einlösen. Eine „Taxifahrt“ in einem „Formel Renault“ Doppelsitzer auf dem Hockenheimring.
Gegen 9.00 Uhr morgens bei strahlend blauem Himmel machen wir uns auf den Weg nach Hockenheim, um pünktlich zu meinem Fahrtermin um 14.00 Uhr vor Ort zu sein. Gegen 12.00 Uhr erreichen wir den Hockenheimring und werden direkt vom freundlichen Pförtner zur Boxengasse gelotst.
Dort angekommen wartet das sehr nette Personal von Mydays.de und begrüßt mich mit den Worten „Also du bist Anett“. Mitfahrende Frauen haben hier absoluten Seltenheitswert. Nach dem Einkleiden in der Männergarderobe mit Rennoverall, Schuhen, Handschuhen, Sturmhaube und Helm fühle ich mich schon ein wenig als Rennfahrer. Aber jetzt ist erst mal Warten angesagt.
Der „Formel Renault“ Doppelsitzer zickt rum und bekommt nicht richtig Benzin. Die Mechaniker arbeiten mit Hochdruck am Fahrzeug, um den Zeitplan noch einigermaßen einhalten zu können. Es warten immerhin über zehn „Taxifahrer“ auf ihre Mitfahrt. Gegen 14.00 Uhr geht der Doppelsitzer das erste Mal auf die Piste. Marco, mein Pilot, dreht ein paar Testrunden ohne Mitfahrer und gibt OK, dass der Wagen jetzt in Ordnung ist.
Jetzt heißt es, sich nochmal in Geduld üben. Acht männliche „Taxifahrer“ sind vor mir dran. Aber gegen 15.00 Uhr ist es auch für mich so weit. Ich zwänge mich hinter Marco in meinen engen Sitzplatz direkt auf der Bodenplatte des Renaults. Marco will starten, aber der Anlasser macht keinen Ton. Die Mechaniker winken ab und sagen „das war´s“. Aber einer kommt doch noch auf die Idee, den Rennwagen anzuschieben. Und es klappt!
Marco beschleunigt und mich drückt es in den Sitz. Bei von 0 auf 200km/h in 12 Sekunden kein Wunder. Die erste Kurve kommt, wir sind viel zu schnell. Aber schon legt sich der Renault in die Rechtskurve und ich habe an der linken Schulter durch die gewaltigen Fliehkräfte meinen ersten blauen Fleck.
Die Straßenlage, die Beschleunigung und Verzögerung auf der weiteren Strecke – einfach gigantisch. Auf der Zielgraden sausen wir das erstemal mit Höchstgeschwindigkeit vorbei, um gleich darauf wieder im rechten Winkel durch die Kurve zu fliegen.
Nach drei schnellen Runden ist der Spaß leider auch schon vorbei. Mit Adrenalin gesättigt stemme ich mich wieder aus dem Flitzer und bedanke mich noch bei Marco für die aufregende Fahrt.
Das war ein wirklich aufregendes Geburtstagsgeschenk. Zu empfehlen für jeden Formel 1 – Begeisterten.
Buchen kann man die „Taxifahrt“ bei Mydays.de Hier gibt es auch noch viele andere ausgefallene Weihnachtsgeschenke.
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