Junges Ehepaar vermisst?

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Ein junges Pärchen aus Ottosau verlässt im Streit, angetrunken eine Wirtschaft nahe der Wolfstein-Ruine. Erst er, eine halbe Stunde später wutentbrannt die Frau.

Nachdem sich zwei Stunden später das Kind des Paares in der Wirtschaft nach dem Verbleib erkundigt, wird schnell klar, dass es sich hier um ein eventuelles Unglück handeln könnte.

Die alarmierte Polizei und städtische Feuerwehr beginnt sofort mit der Suche, fährt sämtliche Wege ab. Schneefall, -10 Grad, wenn da jemand im Gelände verunglückt und sich nicht mehr bewegen kann, ist jede Minute überlebenswichtig.

Um 21 Uhr wird der Rettungshundezug Oberpfalz e.V. zur Verstärkung alarmiert, um das Waldgebiet Richtung Ottosau abzusuchen. Die 5 eingesetzten Suchteams werden Dank ihrer gut ausgebildeten Rettungshunde glücklicherweise schnell fündig. Die beiden Personen kamen offenbar durch ihren Alkoholkonsum und der Schneeglätte zu Fall und zogen sich jeweils Fußverletzungen zu, die sie am weiterlaufen hinderten. Durch die kalten Temperaturen kam es auch sehr schnell zu Unterkühlungen. Beide wurden dem BRK Rettungsdienst übergeben und konnten somit gut versorgt werden. Glück gehabt!! Erst danach erfuhren die angerückten Rettungshundeteams: Es war eine Übung! Warum macht man so was? Für einige Mitglieder des Rettungshundezug Oberpfalz e.V. war erst vor einigen Wochen die erste Flächensuchprüfung bestanden worden (Voraussetzung der Einsatzfähigkeit). „für uns ist es wichtig die Kollegen langsam an solche Situationen heranzuführen“ so der 1. Vorsitzende Joachim Schmidt. „jeder muss auf diesem Weg erfahren, wie er mit solchen Dingen umgehen kann“ Eine Übung ist schon aufregend, aber kein Vergleich zu einem Real-Einsatz. Man sitzt auf dem Sofa, ist ganz endspannt, dann plötzlich der Anruf: wir müssen zum Einsatz! All die Gedanken, die durch den Kopf fliegen. Bin ich der Aufgabe gewachsen? Hoffentlich übersehe ich nichts! Wichtige Erfahrungen jedes Einzelnen auf dem Weg zu einem guten Rettungshundeteam. Besonderer Dank gilt  der Neumarkter BRK, der Neumarkter Polizei, sowie der städtischen Feuerwehr. Diese professionelle Beteiligung ließ eine solche reale Situation erst zu. Die Weihnachtfeier am nächsten Tag können alle Rettungshundeführer zum Nachgespräch und Austausch von Eindrücken und Empfindungen nutzen. Ein ebenso wichtiger Teil dieses sehr verantwortungsvollen Ehrenamtes.

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