Im Moment herrscht jedes Wochenende Katasstrophenstimmung in Neumarkt, wenn auch nur zur Übung. War es letztes Wochenende ein simulierter Hubschrauberabsturz am Wolfstein, so lud am Samstag die Stadt Neumarkt zum „Blaulichttag“ ein.
Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie…Rund um das Rathaus Neumarkt wimmelte es nur so von regionalen Einsatzkräften mit Blaulicht auf dem Auto. Allen voran die Neumarkter Feuerwehr mit ihrer schon von weitem zu sehen imposanten Drehleiter.
Nach der Eröffnung durch Thomas Thumann und dem Start mit einem bunten Rahmenprogramm, unter anderem mit der English Ballett School folgte um 11.00 Uhr die erste spektakuläre Rettungsübung auf der Oberen Marktstraße. Simuliert wurde ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem die Verletzten aus dem stark beschädigten Unfallfahrzeug geborgen werden mussten.
Nach einer kurzen Einsatzbesprechung rollte die Feuerwehr Neumarkt mit schwerem Gerät an und öffnete mit einem sogenannten „Spreizer“ als erstes die Fahrertür. Zwischenzeitlich wurden die beiden Verletzten vom Notarzt und dem BRK professionell betreut. Danach wurde mit einer hydraulischen Rettungsschere das Fahrzeugdach abgetrennt. Im weiteren Verlauf wurden die beiden Verletzten dann aus ihrem Fahrzeug geborgen.
Diese Rettungsübung erwies sich als absoluter Zuschauermagnet. Hier hatte man die Gelegenheit, ohne schlechtes Gewissen bezüglich mangelnder Zivilcourage, die Rettungsarbeiten bei einem Unfall als „Gaffer“ hautnah zu erleben.
Viele weitere Teilnehmer wie zum Beispiel auch die Polizei, die Wasserwacht, das BRK, die Autobahnpolizei und die Rettungshundestaffel waren vertreten. Leicht konnte man ins Gespräch kommen und sich über die Arbeit der jeweiligen Dienste ausführlich informieren.
Spektakulär waren auch die Vorführungen der Neumarkter Feuerwehr zum Thema Grillen. Eindrucksvoll wurde gezeigt, was Spiritus als Grillanzünder bewirken kann. Der in einem speziellen Schutzanzug angetretene Hobbygriller war in kürzester Zeit in eine Wand aus Flammen gehüllt. Außerdem konnte man sich mithilfe eines Wasserlöschers am Ablöschen einer brennenden Öllache üben.
Auch für die Kinder war mit einem bunten Rahmenprogramm gesorgt. Bei der CAH konnten die „Kleinen“ in aller Ruhe selbst mit dem Schraubenzieher das Innenleben von ausgedienten Elektrogeräten erkunden. Die Größeren übten sich im Körbewerfen oder beim Dart auf Luftballons. Auch das gemeinsam Holzsägen mit den Pfadfindern stand auf dem Programm.
Auch der Redakteur machte mit dem Blaulicht Bekanntschaft. Schnell wurden ihm Handschellen angelegt, die aber nach kurzer Verhandlung mit der Parsberger Polizei wieder entfernt wurden.
Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, um alle hauptberuflichen und ehrenamtlichen Retter in der Not persönlich kennen zu lernen.





