Newcomerfestival Nachlese

-Anzeigen-
-Anzeigen-
-Anzeigen-

Das Neumarkter Newcomerfestival 2006, das vom Rockmusikerverein und den Neumarkter Nachrichten veranstaltet wurde, sorgte wieder für ein brechend volles Haus im New Berlin.

Die vier Bands aus dem Landkreis Neumarkt erwartete eine begeisterte Kulisse. „The Fraternity“ aus Freystadt  spielen seit einem knappen Jahr zusammen und konnten schon ein ansehnliches Repertoire eigener Stücke vorweisen. Die Mischung zwischen Punk und Metal fand Anklang und zu dieser Zeit kamen auch die Pogo-Fans noch auf ihre Kosten, da es noch ein paar Quadratmeter Tanzfläche zum Austoben gab.

Leider spielte der „Bruderschaft“ um Sänger Max Kayr die Technik einen Streich: trotz peniblem Soundcheck im Vorfeld waren die Bühnenmonitore zu leise, so dass die Band nahezu im Blindflug durch ihr Programm musste.

Auch „The Whittakers“ aus Pyrbaum mussten neben ihrem Lampenfieber die Tücken der Technik überwinden. Mal blieb der Gesang weg, mal pfiff die Gitarre. Auch die drei Whittakers präsentierten ausschließlich eigenes Material – als einzige Band des Abends auf Deutsch. Die engagierten und persönlichen Texte von Sänger Markus Hauf kamen beim Publikum ebenso wie knackige Basslinien und abwechslungsreiche Arrangements gut an. Ihre nächsten Auftritt planen sie am 13. Oktober im Twister in Neumarkt.

Bei „Raid“ einer Coverrock-Band die schon seit vier Jahren zusammen unterwegs ist, klappte es dann langsam mit der Technik, nachdem Frontmann Christoph Schuster den Bühnensound neu einstellen ließ. „Hauptsache es macht Spaß, wir wollen das Publikum mitreißen“ versprach die Band vor dem Auftritt und hielt Wort. Ob das ein Klassiker wie „Smoke on the Water“ war, oder als Zugabe eine verpunkte Version des Pippi-Langstrumpf-Liedes, Raid bot vor allem zu Beginn eine perfekte Bühnenshow.

Den Schluss machte die jüngste Band des Abends: „Dei Mudder“, eine Gruppe aus vier Ostendorfer Gymnasiasten, die sich dem Heavy Metal verschrieben haben. „Weil das technisch anspruchsvoll“ sei. Und so wagten sich die vier aus Neumarkt, Berg und Berching an Metallica-Cover und  an eine Heavy-Metal-Version von Kelly Clarksons „Since U been Gone“.  Während die Band technisch brillant aufspielte und sogar mit einem Schlagzeugsolo glänzen konnte, wirkte die gefährliche „Metal-Attitüde“ von Sänger Erik Stenzel oft aufgesetzt, die wilden Sprünge von Gitarrist Christian Fuß unmotiviert und künstlich.  Die Band, die seit Januar 2005 zusammenspielt hat jedoch jede Menge Potenzial und auch schon einen Schwung eigene Stücke in der Schublade.

Die vierköpfige Jury hatte es zum Schluss nicht leicht, die höchst unterschiedlichen Beurteilungen prallten heftig aufeinander.

Schließlich konnte sich „Raid“ mit 5 Punkten Vorsprung durchsetzen und die Siegprämie  – einen Warengutschein des Musikmarktes in Höhe von 600 Euro – mit nach Hause nehmen. Florian Dirrigel von „Raid“ erhielt für sein Solo bei „Smoke on the Water“ als Sonderpreis einen dreitätigigen Gitarrenkurs.

Verwandte Artikel