JURA-BIKE macht Lust auf neue Motorradsaison

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Jura-Bike 2017

Motorradmesse am 17. und 18. Februar in Neumarkt

Rundgang über die Messe 2018

Wir haben die diesjährige Messe für Euch besucht, Bilder gibt es in unserer Bildergalerie…

Der ADAC auf der Jura Bike Messe 2018
Der ADAC auf der Jura Bike Messe 2018

Die JURA-BIKE am kommenden Wochenende in Neumarkt ist eine Spielwarenmesse für die großen Jungs und immer mehr Mädels. Das Spielzeug ist allerdings etwas größer, stärker, schneller und es steht ein Wochenende lang zum Träumen und Probesitzen in der großen Jurahalle. Ob PS-starkes Sportmotorrad, gemütlicher Tourer, Reisemotorrad, durchtrainierte Enduro und Moto-Cross-Maschine, quirliger Stadtroller oder trendiges Retromodell: Hier zeigen die regionalen Markenhändler und Spezialanbieter wieder alles, was für die kommende Saison gerade angesagt und schwer in Mode ist.

Highlights sorgen für glänzende Augen

Ein von vielen Highlights auf der JURA-BIKE dürften dieses Jahr sicher die angekündigte BMW HP 4 Race mit ihrem Carbonrahmen und die von BSN-Racing präsentierten brandneuen Husqvarna Vitpilen und Svartpilen werden. Während sich die beiden Husqvarnas im üblichen Preisniveau tummeln, ist bei der 215 PS starken BMW schon eine gutgefüllte Kreditkarte notwendig: Rund 80.000 Euro kostet diese Boden-Boden-Rakete.

Natürlich sind auch die Vertreter aller anderen angesagten Marken mit ihren aktuellen Topmodellen vertreten, ob sie nun als dicke V-Twins aus der USA, als technische Hightech-Racer aus Japan, Österreich und Italien, oder als preisgünstige Stadtflitzer aus Fernost stammen. Das Angebot ist breit wie nie zuvor; die Individualisierung, bei der sich der Kunde aus einer Fülle werksseitig angebotener Zubehörteile „sein“ Bike zusammenstellen kann, bei nahezu allen Marken inzwischen Standard.

Mit Helmut Lucke von HL-Bikes ist erstmals ein Customizer mit von der Partie, dessen Kreationen sich optisch weit von der oft angebotenen Katalogware abheben und deshalb alljährlich bei großen Festivals die Bikeshows gewinnen. Auch die OCC hat – wie man die Jungs um Tom Müller kennt – wieder einige technische und optische Leckerbissen auf Harley-Basis im Gepäck. Außerdem hat sich der Zweiradmechaniker-Meister auf die Revision und den Umbau von Harley-Antrieben spezialisiert.

Das Infoangebot in der ausgebuchten großen Jurahalle wird von Clubs und Vereinen abgerundet, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Von der sozial engagierten Streetbunny-Crew im rosa Hasenkostüm, den traditionserhaltenden Neumarkter Expressfreunden mit ihren ausgestellten Oldtimern aus einheimischer Produktion, oder der Biker Union, die sich für die Rechte der Motorradfahrer einsetzt – alle sind mit einen Stand vertreten.

Gar kein neues Bike geplant?

Jura-Bike 2017
Jura-Bike 2017

Wer für die kommende Saison nicht an die Anschaffung eines neuen Motorrades denkt, weil sein Jetziges noch bestens in Schuss ist, muss deshalb nicht traurig zuhause bleiben. Dann lohnt sich der Besuch der Messen schon allein wegen der zahlreichen Spezialisten rund um das Thema. Anbieter für Motorradtouristik, Motorradsicherheit, Custombike-Umbau, Anhängervermietung, Navigation, Technik und Zubehör, dazu ein Händler mit den echten Biker-Geldbeuteln.

Sie alle präsentieren sich und ihre Produkte persönlich. Gerade bei den beratungsintensiven Angeboten bietet sich eine regionale Fachmesse wie die JURA-BIKE als ernsthafte Alternative zum standardisierten Bestellvorgang auf den einschlägigen Online-Portalen geradezu an.

Großauswahl an Motorradbekleidung

Gerade zum Thema Motorradsicherheitsbekleidung von Kopf bis Fuß hat der Besucher die Möglichkeit, sich hier sein perfektes Outfit zusammenzustellen. Auf dem Stand eines Bekleidungsanbieters warten beispielsweise neben Schutzkleidung von Kopf bis Fuß allein rund 1.000 Helme aller angesagten Marken, Größen und Preisklassen. Damit starten die einen im schicken neuen Outfit in die neue Bikersaison,andere sind aus den uralten Klamotten vielleicht über den Winter endgültig „rausgewachsen“ und suchen Ersatz.

Ramschanbieter bleiben draußen

Veranstalter Mathias Thomaschek vom ZWEIRAD-VERLAG ist auch heuer mit dem Ausstellermix wieder sehr zufrieden: „Fast alle regionale Anbieter haben längst die Möglichkeit, sich auf einer Regionalmesse wie der JURA-BIKE einem mehrtausendfachen einheimischen Publikum zu präsentieren, und so manchen Neukunden oder Wiedereinsteiger zu erreichen, erkannt.“ Bei ihm gibt es grundsätzlich keine sogenannten „Hallenfüller“ wie ärmelziehende Abo-Verkäufer, Ramschwarenanbieter oder Brillenputzer als Aussteller.

Vom Burger bis zum Softeis

Während der JURA-BIKE ist natürlich auch die Gastronomie geöffnet; Peter Stütz (Gewinner des Foodtruck-Wettbewerbes auf Kabel 1) und sein Bar-bee-q-Team versorgen die Besucher wie im Vorjahr mit leckeren Grill- und Burgerspezialitäten.

Auf Naschkatzen wartet wieder das Erfurter Softeis und auf Kaffeegenießer erstmals eine rollende Espresso-Bar. Sonntagvormittag gibt es – auch das ist auf der JURA-BIKE längst Tradition – Weißwurst mit Brezn und Weißbier. Ausgeschenkt wird Neumarkter Gans-Bräu.
Die JURA-BIKE entwickelt sich auch immer mehr zum Szene-Treffpunkt.Oft wird sie von Motorradfreunden genutzt, um hier gemeinsam nach Neuheiten Ausschau zu halten und anschließend bei einem Imbiss schon die erste Frühjahrstour zu planen.

Neben den kulinarischen gibt es auch literarische Leckereien: Der veranstaltende ZWEIRAD-VERLAG bringt sein komplettes Buchsortiment sowie die ZWEIRAD-Ausgaben der letzten Saison nach Neumarkt mit. Im Gepäck haben sie unter anderem nicht nur das „Fränkische Motorradwanderbuch“, sondern mit dem „Fernwehblues“ auch eine Sammlung von lesenswerten Kurzgeschichten aus der wilden Moped- und Motorradzeit der 50er, 60er und 70er Jahre.

Eintrittspreise stabil

Beim moderaten Eintrittspreis denkt Thomaschek auch an den Nachwuchs. „In den letzten drei Jahren kamen wieder verstärkt jugendliche Besucher ohne großen Geldbeutel. Deshalb bleibt es auch 2018 für Besucher ab 14 Jahre bei 5,- Euro Eintritt.

Wer am Sonntag nochmal kommt und einen Auslassstempel vom Vortag besitzt, darf umsonst rein.“ Falls am Samstagabend erst der Familienrat über die geplante Anschaffung beraten musste…

Die Maxime des Veranstalters: „Ich bin erst zufrieden, wenn hier jeder mit einem breiten Grinsen rausmarschiert. Egal, ob Aussteller oder Besucher. Motorradfahren ist nun mal ein sehr emotionales Hobby, da kann die Warterei auf die ersten warmen Tage schon zur genussvollen Qual werden.“ Thomaschek sollte es wissen, schließlich sitzt er seit fast 50 Jahren selbst beruflich, aber auch aus Leidenschaft im Sattel.

Samstag ab 12, Sonntag ab 10 Uhr

Die Messe ist am Samstag von 12 – 18 Uhr, am Sonntag von 10 – 17 Uhr geöffnet. Freier Eintritt für alle Besucher bis 14 Jahre, der Rest zahlt 5,- Euro. Menschen mit Handicap und Ausweis erhalten eine Ermäßigung. Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten stehen direkt vor der Halle zur Verfügung.

Alle Details auch unter www.bikermessen.de