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Museum Lothar Fischer

Ab Samstag den 19. Juni 2004 hat Neumarkt einen künstlerischen Anziehungspunkt für zeitgenössische Kunst mehr. Das Museum Lothar Fischer in der Weiherstraße direkt gegenüber dem Schlossweiher ist ab diesem Tag regelmäßig geöffnet.

In dem von dem Architektenehepaar Gudrun und Johannes Berschneider erbauten Museum mit einer Ausstellungsfläche von rund 550 Quadratmetern auf 2 Etagen und Kellergeschoß, werden aktuell 60 Kunstwerke Lothar Fischers präsentiert.

Lothar Fischer hat im Rahmen der Lothar & Christel Fischer Stiftung seinen ganzen Nachlass mit rund 300 eigenen Skulpturen, Briefen, Dokumenten und der privaten Kunstsammlung seiner Heimatstadt Neumarkt vermacht.

Ergänzend zur Ausstellung der Lothar Fischer Skulpturen wird es zweimal jährlich Wechselausstellungen mit anderen Künstlern geben.

Lageplan

Impressionen vom Museum Lothar Fischer

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Mittwoch bis Freitag von 14-18 Uhr

Samstag und Sonntag von 11-18 Uhr (Oktober –März bis 17.00 Uhr)

Erwachsene 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt

Weitere Informationen auch unter www.museum-lothar-fischer.de

Biographie Lothar Fischer

1933 geboren in Germersheim/ Pfalz, der Vater Bildhauer, die Mutter Malerin. Er wuchs in Neumarkt in der Oberpfalz auf.

1952–1958 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Heinrich Kirchner (Bildhauerei).

1958 Gründung der Gruppe SPUR zusammen mit den Malern Heimrad Prem, Helmut Sturm und HP Zimmer.

1959 Eintritt der Gruppe SPUR in die Situationistische Internationale, Paris. Ausstellungsbeteiligung „Junge Kunst“ im Museum Ulm.

1960 Kunstpreis der Jugend für Plastik, Mannheim.

1961 Stipendium der Villa Massimo in Rom.

1962 Ausstellung „Gruppe SPUR“ in der Galerie van de Loo.

1963 SPUR-Projekt (Wandmalerei) innerhalb „Visione e Colore“ im Palazzo Grassi, Venedig. SPUR-BAU – Gemeinschaftsarbeit als Beitrag zu „Nouveaux Espaces“ auf der Biennale in Paris. Einzelausstellung in der Galerie van de Loo.

1963–1994 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.

1964 Teilnahme an der Documenta III, Kassel.

1965 Einzelausstellung in der Galerie Espace, Amsterdam.

1968 Pfalzpreis. Ausstellungsbeteiligung „Junge deutsche Plastik“ im Wilhelm Lehmbruck-Museum in Duisburg und „Menschenbilder“ in der Kunsthalle Darmstadt.

1969 Einzelausstellung Städtisches Museum Wiesbaden.

1971 Förderpreis der Stadt München für Bildhauerei. 1972 Kunstpreis der Stadt Darmstadt.

1973 Einzelausstellung in der Gallerie d’Arte del Naviglio Milano.

1975–1997 Professur an der Hochschule der Künste, Berlin.

1976 Einzelausstellung im Museum der Stadt Regensburg.

1979 Erste Ausstellung Galerie Thomas, München.

1980 Galerie Schlégl, Zürich.

1981 Galerie Utermann, Dortmund.

1984 „Cobra, Spur, Wir, Geflecht“, in der Galerie der Künstler, München.

1985 Ausstellungsbeteiligung „1945–1985: Kunst in der BRD“ in der Nationalgalerie Berlin.

1986 „Gruppe Spur“ im Städtischen Museum Regensburg. Einzelausstellung Galerie von Loeper, Hamburg.

1987 Einzelausstellung im Landesmuseum Mainz.

1988 Gallery Stephen Haller Fine Art, New York.

1990 Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Ausstellungsbeteiligung „Am Anfang war das Bild“ in der Stuckvilla München und der Kunsthalle in Emden.

1991 Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München. Ausstellungsbeteiligungen in den Kunsthallen zu Kiel und in Mannheim.

1992 Einzelausstellung in der Galerie Sander, Darmstadt.

1993 Einzelausstellung im Rupertinum Salzburg, Beteiligung an der „Art Brut“ im Kunstverein Augsburg.

1994 Einzelausstellung im Museum Moderner Kunst, Passau.

1995 „Bildhauerzeichnungen“ in der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

1999 „Plastiken aus 20 Jahren“ zum 65. Geburtstag im Georg-Kolbe-Museum in Berlin.

2001 Herausgabe des Buches "zur Kunst aus bildnerischer Sicht" (Oreos Verlag, Waakirchen), in dem Lothar Fischer seine Gedanken zur Kunst niedergeschrieben hat.

 

15. Juni 2004 Gestorben in seinem Heimatort Baierbrunn bei München im Alter von 70 Jahren.

 

Bis zu seinem Tod lebte Lothar Fischer als freischaftender Bildhauer in Baierbrunn bei München.

Als Bildhauer arbeitete er in Ton,Bronze und Eisen; zusätzliche Materialien sind Draht, Nägel und Bemalung. Neben der experimentierfreudigen kleinen Figur, steht die straffe, konzentrierte, monumentale zeitlos-archaische Form. Seine Zeichnungen stellen ein selbstständiges Bindeglied zwischen Skizzenbüchern und Plastiken dar.

Quellen:

http://www.vandeloo-gallery.com/

http://www.germangalleries.com/

http://www.otto-galerie.de/

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