Am vergangenen Samstag wurde wohl eine der bis jetzt bedeutendsten Ausstellungen im Museum Lothar Fischer eröffnet, die Ausstellung über die „Gruppe Spur“, in der auch Lothar Fischer Mitglied war.
Fast 50 Jahre nach der Gründung der Gruppe Spur im Jahre 1957 wird mit dieser Ausstellung auch in Neumarkt das Wirken und die Wirkung einer der bedeutendsten deutschen Künstlergemeinschaften nach 1945 gewürdigt.
Die vier Spur Mitglieder, der Bildhauer Lothar Fischer (1933-2004) und die Maler Heimrad Prem (1934-1978), Helmut Sturm (1932) und HP Zimmer (1936-1992), ließen durch ihre kunstpolitischen, provokanten Aktivitäten, durch die Verbreitung von Flugblättern und Manifesten sowie durch die Herausgabe ihrer sieben Zeitschriften den Staat und die Justiz in Bayern heftig reagieren.
Die Ausstellung war bereits von Juli bis Oktober in der Villa Stuck in München zu sehen. Die aus Platzgründen leicht reduzierte Neumarkter Ausstellung bietet mit ihren rund 70 Exponaten trotzdem einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Schaffensphasen der vier Spur Künstler. Allerdings mussten so gut wie alle Exponate von Lothar Fischer für diese Sonderausstellung aus Platzgründen weichen.
Im Vorfeld der Vernissage gab es bereits eine Führung durch die Ausstellung der Gruppe Spur. Der große Andrang machte es notwendig, die Besucher auf zwei Gruppen zu verteilen. Die erste Gruppe wurde von der Kuratorin Dr. Pia Dornacher geführt. Verena Hein (Projektkoordiation), Marie-José van de Loo (Galeristin und SPUR-Kennerin) und Selima Niggl (Ausstellungsmitarbeit) führten parallel dazu die zweite Gruppe mit einer erfrischenden gemeinsamen Moderation durch die Ausstellung.Weitere Information auch im Internet:
http://www.museum-lothar-fischer.de
http://www.villastuck.de
http://www.vandeloo-galerie.de
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