Am Freitag den 30. Januar lud die CSU Neumarkt zum Neujahrsempfang 2009 in den Neumarkter Reitstadel. Ähnlich hoch wie beim städtischen Neujahrsempfang waren die Gästezahlen. So gut wie keine Plätze blieben unbelegt.
Helmut Jawurek eröffnete den Neujahrsempfang mit einem allgemeinen politischen Rückblick auf das Jahr 2008, der sich bis auf die Finanzkrise durchwegs positiv gestaltete.
Danach gab es eine kurze aber heftige Abrechnung mit der Politik unseres jetzigen Oberbürgermeisters Thomas Thumann. Laut Jawurek treten etliche wichtige Vorhaben für die Stadt Neumarkt, wie das Ganzjahresbad, die Stadthalle, das Biomasseheizkraftwerk und das Einkaufszentrum am Unteren Tor auf der Stelle. Der „bunte“ Stadtrat mache offensichtlich Entscheidungen nicht einfacher und somit sind für die Zukunft wieder klare Mehrheiten gefordert.
Nach dem politischen Rückblick gab es einen von INTV produzierten Film zu sehen, der einen kulturellen Streifzug durch die vergangenen Veranstaltungen des Jahres 2008 aus dem Landkreis Neumarkt zeigte.
Als nächstes trat dann Festredner Georg Fahrenschon, seines Zeichens Bayerischer Staatsminister der Finanzen, ans Rednerpult.
Begrüßt wurden alle Anwesenden mit „liebe Steuerzahler“.
Laut Fahrenschon gestaltet sich das Jahr 2009 mit Sicherheit als bemerkenswertes Jahr für Deutschland, da es schon mindestens 3 Jubiläen zu feiern gibt. Dazu gehören 60 Jahre Grundgesetz Deutschland, 20 Jahre Deutsche Einheit und zum Jahresende 2009 noch 10 Jahre seit Einführung des Euros.
Sehr wichtig sei es aber, eine positive Grundstimmung im Land zu generieren und der Rezession mit positiven Gedankengut sowie positiven Nachrichten zu begegnen und sie als Herausforderung für die Leistungsfähigkeit Deutschlands gemäß dem Motte “Yes we can!” zu betrachten. Laut seiner Meinung findet mindestens 50% der Wirtschaftskrise im Kopf statt und ist somit Psychologie.
Fragt man übrigens die Wirtschaftsbosse, in welchem Land sie investieren möchten, so steht Deutschland trotz Wirtschaftskrise nach China auf Platz 2. Auch Deutschlands Jugend steht 2009 durchwegs positiv gegenüber. 88% starten optimistisch ins Jahr 2009!
Unter dem Motto „Der Mensch steht im Mittelpunkt des politischen Handelns, nicht die Märkte“ mahnte Fahrenschon eindringlich zu einer Teilnahme an der Europawahl 2009. Hier wird direkt entschieden, ob und wie viele Bayern ins Europaparlament kommen und somit Einfluss auf die Europapolitik nehmen können.
Als Abschiedsgeschenk gab es einen Schornsteinfeger mit Hufeisen aus 5 Kilo feinster Schokolade als „Symbole des Glück“. Ob die Schokolade seinen Kindern oder dem Vorstand der Bayerischen Landesbank zu Gute käme, ließ Fahrenschon offen. Beide benötigen in Zukunft viel Energie.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Ernennung Herbert Fischers zum Ehrenvorsitzenden des CSU Stadtverbandes Neumarkt. Besonders hervorgehoben wurde, dass Fischer in seiner Politikerkarriere allzeit Mensch geblieben sei und nie die Bodenhaftung verloren habe.
Ein sichtlich ergriffener Herbert Fischer nahm die Ernennung dankend an, nicht aber ohne seine langjährigen Wegbegleiter Arnold Graf und Helmut Lahner zu erwähnen, ohne die seine bis jetzt 13 jährige Arbeit im Stadtverband Neumarkt nicht so erfolgreich möglich gewesen wäre.
Das Schlusswort sprach dann Albert Füracker, nicht ohne zu erwähnen, dass „der Jubilar Fischer noch rege am gesellschaftlichen Leben teil nimmt“.
Füracker endete mit der Feststellung „Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, darf man auf gar keinen Fall den Kopf hängen lassen“, er glaube an die positive Einstellung der Menschen in Bayern, der Stadt Neumarkt und dem Landkreis.
Für Frohsinn sorgte noch das Neujahrsgebet des Schlotfegers der Kaminkehrerschulungstelle Neumarkt.
„Herr, setze dem Überfluss Grenzen
Und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
Aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
Und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
Und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
Und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass alle in den Himmel kommen
Aber nicht sofort.“
Durch den Abend führte Ingrid Loichinger, der musikalisch vom Symphonischen Blasorchester Parsberg mit Chris Wittl umrahmt wurde.