Rund 130 Mitfahrer hatte der siebte Neumarkter Architektourbus am Samstag, den 9. Oktober. Wer Glück hatte, konnte eine der mittlerweile begehrten Karten im Kulturamt erringen. Nach einer kurzen Eröffnungsrede durch Johannes Berschneider ging es auch schon mit den zwei Stadtbussen los. Diesmal ohne die obligatorischen Filzschlappen, da es erstmals keine privaten Wohnhäuser zu besichtigen gab.
Erster Halt war der neu gestaltete Stadtpark, durch den die Landschaftsarchitektin Ursula Hochrein führte. Frau Hochrein erläuterte an der neuen „Quelle“ des Leitgrabens unter Kastaniengeprassel das Gesamtkonzept „Stadtpark“, zu dem das Museum Lothar Fischer, die geplante Stadthalle und natürlich das Parkcafe und der neue Wasserspielplatz gehören. Die Öffnung des Leitgrabens und die Schaffung mehrerer, kleiner Sitzplätze gehören hier zu den wesentlichen bis jetzt durchgeführten Maßnahmen. Mit einem Skulpturenpfad wird in Zukunft die Verbindung vom Rathaus über die Innenstadt bis zum Museum Lothar Fischer geschaffen.
Positiv wurden der offen gelegte Leitgraben und der neue Wasserspielplatz von fast allen Teilnehmern aufgenommen. Am Wasserspielplatz haben Kinder die Möglichkeit, ihre ersten physikalischen Erfahrungen mit der Archimedesspirale oder dem Wasserrad zu sammeln.
Im Anschluss daran ging es direkt in das Museum Lothar Fischer. Für eine kleine Spende von zwei Euro an das Museum führte Johannes Berschneider durch das von ihm geplante Gebäude. Die Grundplatte wurde auf etlichen rund 20 Meter langen und siebzig Zentimeter breiten Pfählen errichtet. In den Pfählen befinden sich Rohre, die die Erdwärme - zusammen mit den Sonnenkollektoren auf dem Dach - zur Kühlung und Heizung für das Museum nutzen. Durch dieses geniale Konzept wurde bis zum heutigen Tag keine Energie für Heizung oder die Kühlung des Museum aufgewendet.
Beim Rundgang durch die Museumsräume konnte sich jeder ein Bild von der Architektur des in Massivbauweise aus Beton erstellten Museums machen. Durch die Fenster erschließt sich dem Besucher ein herrlicher Blick auf den Neumarkter Stadtpark in seinem herbstlichen Gewand. Der Teufel des Museums steckt hier übrigens im Detail. Ob 3,80 Meter hohe Türen, die keiner fertigen wollte oder die Betondecken, die ohne Verkleidung auskommen und somit in allen Einzelheiten exakt gefertigt sein mussten.
Letzter Besichtigungspunkt war das „El Grano“ in der Nürnberger Straße. Hier konnten alle Teilnehmer auf Kosten des Architekten Martin Forster einen Kaffee trinken und sich kurz von den Anstrengungen der letzten vier Stunden erholen. Inhaber und Bauherr Jens Zeberl erläuterte das Raumkonzept auf drei Etagen, zu dem auch ein Eventbereich im ersten Stock gehört. Hier werden in der Zukunft Livebands und andere Künstler ein neues Kleinkunstforum finden.
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Fluid 960 Grid System, created by Stephen Bau, based on the 960 Grid System by Nathan Smith. Released under the GPL / MIT Licenses.